Gemeinsam den Klimaschutz in Thüringen gestalten: Start des Online-Dialoges zur Energie- und Klimaschutzstrategie

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Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat am 10. Mai 2017 den Online-Dialog zur Thüringer Energie- und Klimaschutzstrategie im Rahmen des ThEGA-Forums in Weimar eröffnet.

Alle interessierten Thüringerinnen und Thüringer sind nun aufgerufen, sich unter www.klimastrategie-thueringen.de/beteiligen am Online-Dialog zu beteiligen.
Entlang von sieben für den Klimaschutz zentralen Handlungsfeldern haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis zum 14. Juni 2017 die Möglichkeit, ihre Ideen zu den Maßnahmenvorschlägen in der Version 2.0 einzubringen. Dabei kann jede Maßnahme anhand einer Ampelskala bewertet werden: Ist die Maßnahme sehr wichtig (grüne Ampel), weniger wichtig (gelbe Ampel) oder nicht wichtig (rote Ampel)? Außerdem können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ein Kommentarfeld ihre Einschätzung begründen und Hinweise zur Verbesserung des Maßnahmenvorschlags geben.

Die Rückmeldungen fließen nach der fachlichen Prüfung in die weitere Überarbeitung der Maßnahmenvorschläge ein.

Weisen Sie gerne auch in Ihren Netzwerken auf die Online-Beteiligung hin, damit so viele Akteurinnen und Akteure wie möglich dazu gewonnen werden können, die Energie- und Klimaschutzstrategie in Thüringen aktiv mitzugestalten.  

Die Energie- und Klimaschutzstrategie im Fokus des Klima-Pavillons auf der Landesgartenschau Apolda

Ein Ort für die Diskussion der Energie- und Klimaschutzstrategie wird der Klima-Pavillon sein, mit dem das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz vom 29. April bis 24. September 2017 auf der Landesgartenschau in Apolda vertreten ist. Dort wird zu Vorträgen, regelmäßigen Diskussionsrunden, Beratungen und Ausstellungen, Mitmachaktionen und Kulturveranstaltungen eingeladen.

Vom 16. bis 21. Mai 2017 haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, ausgewählte Maßnahmenvorschläge der Energie- und Klimaschutzstrategie im Klima-Pavillon zu bewerten und zu diskutieren. Dazu werden vom 18.-20. Mai auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IFOK vor Ort sein.

Am Dienstag den 16. Mai um 16.30 Uhr findet zudem eine öffentliche Diskussionsrunde zur Thüringer Klimastrategie „Klima-Pavillon diskutiert I“ im Klima-Pavillon statt. Im Gespräch werden Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund, Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak (Hochschule Nordhausen, Institut für Regenerative Energietechnik), Prof. Dr. Dieter Sell (Geschäftsführer der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur GmbH) und weitere Partner sein.

Der Klima-Pavillon ist während der Öffnungszeiten der Landesgartenschau Apolda für die Besucherinnen und Besucher zugänglich. Weitere Informationen zum Klima-Pavillon und aktuelle Termine finden Sie unter www.klima-pavillon.de oder www.facebook.de/klimapavillon.

Konstruktiver Austausch zur Energie- und Klimaschutzstrategie in Erfurt – ein Rückblick auf die erste Workshop-Reihe

Am 22. und 23. März 2017 trafen sich rund 100 Expertinnen und Experten zur ersten Workshop-Reihe im Rahmen des Dialog-Prozesses zur Erarbeitung der Thüringer Energie- und Klimaschutzstrategie im Steigerwaldstadion Erfurt. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgte auf Basis einer umfassenden Akteursanalyse. Bei der Zusammensetzung der Workshops wurde darauf geachtet, dass zu allen Handlungsfeldern Akteurinnen und Akteure aus den verschiedenen Zielgruppen eingeladen werden. In der folgenden Übersicht sehen Sie, wie sich der Teilnehmerkreis zusammensetzte.  

Am ersten Tag der Workshop-Reihe fanden nach der Begrüßung durch Umweltstaatssekretär Olaf Möller parallel die drei Workshops „Energieversorgung“, „Wirtschaft“ sowie „Verkehr“ statt. Am zweiten Tag begrüßte der Abteilungsleiter Energie und Klima aus dem Umweltministerium, Dr. habil Martin Gude, bevor es in die Workshops „Private Haushalte“, „Gebäude“ sowie „Landwirtschaft/Landnutzung“ ging. In allen Workshops diskutierten die Expertinnen und Experten intensiv die Maßnahmenvorschläge auf Basis des Maßnahmenkataloges 1.0 und brachten Anregungen für die Verbesserung und Ausgestaltung ein. Im Mittelpunkt stand vor allem die Frage, welche Maßnahmen in Thüringen gut oder weniger gut funktionieren und wie die Maßnahmen noch besser an die spezifische Situation in Thüringen angepasst werden können. Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier online.

Die Rückmeldungen zu den Maßnahmenvorschlägen bildeten die Grundlage für die Erstellung des Maßnahmenkataloges 2.0, der nun wiederum im Rahmen des Online-Dialogs, der zielgruppenspezifischen Workshops sowie im Klima-Pavillon diskutiert wird. Einblicke in die Arbeit in der ersten Workshop-Reihe bietet auch das folgende Interview mit Marcel Ebert vom Leipziger Institut für Energie.

Ein Blick hinter die Kulissen: Einblicke in die Arbeit der Fachpartner    
Marcel Ebert ist Leiter des Themenfeldes Energiemarkt & Energiesysteme beim Leipziger Institut für Energie. Das Institut begleitet die Erstellung der Energie- und Klimaschutzstrategie Thüringen wissenschaftlich. Gemeinsam mit seinen Institutskolleginnen und -kollegen erstellte Marcel Ebert das Gutachten zur Vorbereitung einer Energie- und Klimaschutzstrategie, welches die wissenschaftliche Grundlage für die Strategie bildet. Das Team des Leipziger Instituts für Energie arbeitet auch die Anregungen und Kommentare im laufenden Beteiligungsprozess in den Maßnahmenkatalog ein. Seine Sicht auf die Arbeit im Beteiligungsprozess und die zentralen Herausforderungen in den von ihm begleiteten Handlungsfeldern schildert Ebert im Interview auf unserer Website.             

Ausblick auf die nächsten Schritte im Beteiligungsprozess zur Energie- und Klimaschutzstrategie

Neben der Online-Beteiligung und dem Dialog im Klima-Pavillon werden zielgruppenspezifische Workshops für Kommunen, Unternehmen und Jugendliche die Personengruppen einbinden, die für die Umsetzung der Maßnahmen besonders relevant sind bzw. im Rahmen der Workshop-Reihen unterrepräsentiert waren. Hier werden jeweils verschiedene Handlungsfelder adressiert. Die Workshops finden auf Basis der Ergebnisse der ersten Workshop-Reihe und parallel zum Online-Dialog statt. Die Ergebnisse der Zielgruppen-Workshops fließen wie die Ergebnisse des Online-Dialogs in den Maßnahmenkatalog 3.0 ein.

Im Zentrum der zweiten Workshop-Reihe im Herbst 2017 wird dann die Diskussion der Kontroversen und Umsetzungshindernisse auf Basis des Maßnahmenkatalogs 3.0. stehen. Zudem können die Akteurinnen und Akteure die Bedeutsamkeit der Maßnahmenvorschläge priorisieren. Im Ergebnis steht die finale Version der Maßnahmenvorschläge (Maßnahmenkatalog 4.0) in Form eines Endberichtes. Dieser Abschlussbericht wird anschließend der Landesregierung übergeben. Die Maßnahmenvorschläge sowie die Energie- und Klimaschutzstrategie als Ganzes werden dann innerhalb der Landesregierung abgestimmt. Am Ende des Prozesses wird die Landesregierung eine Integrierte Energie- und Klimaschutzstrategie beschließen und damit die weitere Ausrichtung  der Energie- und Klimaschutzpolitik Thüringens vorgeben und konkretisieren.