Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie: BUND Thüringen fordert stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft

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Der BUND Thüringen fordert, die Zivilgesellschaft bei der Weiterentwicklung der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie stärker einzubinden. Der Beirat für nachhaltige Entwicklung soll hierzu einen landesweiten Dialog- und Motivationsprozess organisieren und mit entsprechenden Mitteln ausgestattet werden. Das haben die Mitglieder Landesversammlung in einem entsprechenden Leitantrag beschlossen.

„Wir brauchen angemessene Antworten auf die ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, sagte Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. „Das gelingt nur, wenn wir die Zivilgesellschaft von Anfang an in die Entwicklung nachhaltiger Strategien einbinden.“

Die Landesversammlung des BUND Thüringen fordert daher, dass der Prozess zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie nicht nur innerhalb der Ministerien und Amtsstuben geführt wird, sondern für die breite Bevölkerung geöffnet wird. Der Beirat für Nachhaltige Entwicklung muss hierfür die zentrale Rolle übernehmen und dazu mit Landesmitteln in Höhe von 250.000 Euro jährlich ausgestattet werden.

Naturerbe in Thüringen muss gesichert werden

Mit einer Bildaktion machte Landesversammlung des BUND Thüringen außerdem auf die mangelnde Verbindlichkeit des aktuellen Kabinettsentwurfs zum Thüringer Klimagesetz aufmerksam. „Wir freuen uns, dass unsere Forderung nach einem Thüringer Klimagesetz aufgegriffen wurde. Aber nur wenn die maximalen Ziele für Treibhausgasreduktionen verbindlich festgeschrieben werden, haben wir noch eine Chance, die 1,5 Grad-Grenze nicht zu überschreiten. Wir fordern SPD und Linke auf, ihre verantwortungslose Blockadehaltung gegen wirksame Ziele im Thüringer Klimagesetz aufzugeben“, so Hoffmann.

Die Landesversammlung hat auch den Antrag des Kreisverbandes Nordhausen zur Ausweisung von Natura 2000-Gebieten als strenge Schutzgebiete in der Gipskarstlandschaft Südharz und landesweit angenommen. Hoffmann: „Wir fordern, das europäische Naturerbe in Thüringen durch die Ausweisung weiterer Naturschutzgebiete dauerhaft zu sichern. Das trifft insbesondere auf die einzigartige Hotspot-Region im Südharz zu. Am Ziel der Ausweisung eines Biosphärenreservates Südharz halten wir fest. Die Weichenstellungen hierfür müssen noch in der laufenden Legislaturperiode erfolgen.“